Kamillensalbe

Es ist keine Übertreibung, wenn ich die Kamille als „Allheilmittel“ besonders bei Kleinkinder anführe, vor allem bei Bauchkrämpfen.

250 g Schweinefett erhitzt man wie zum Ausbacken, gibt eine gehäufte Doppelhand frischer Kamillenblüten hinein; es schäumt auf, man rührt um, deckt zu und stellt das Ganze über Nacht in einen kühlen Raum. Am nächsten Tag nochmals leicht anwärmen und durch ein Leinentüchlein pressen. Erfahrungsgemäss geht man am besten so vor; man legt ein Leinentüchlein in ein Sieb, hängt dieses über ein Schnabelgefäss und presst aus. Die Salbenmasse wird dann gleichmässig verrührt und in saubere Gläser oder Tiegel gegossen.

Anwendung bei: Neuralgien und Gliederreissen sowie Ausschlägen.

Man sammelt die Blütenköpfe am besten in der Mittagssonne von Mai bis August.